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Getestete Drehzahlsensoren – was anderes kommt nicht ins Getriebe

Intelligente Prozessintegration bei Bosch

  • Intelligente Prozessintegration bei Bosch
    Intelligente Prozessintegration bei Bosch

Die Umgebung für Sensoren in Automatikgetrieben ist hart: stark wechselnde Temperaturen und Öl, das die Oberfläche aggressiv angreift. Bosch verwendet aktuell sieben Öfen von Vötsch Industrietechnik, um die aus Duroplast bestehenden Gehäuse der Drehzahlsensoren zu vernetzen und anschließend einem ausgedehnten Belastungstest zu unterziehen. Die Öfen sind in vollautomatische Produktionslinien integriert. Die Drehzahlsensoren sind in 9G‐TRONIC-Automatikgetrieben eines führenden deutschen Automobilherstellers verbaut.

Der Ofen

Der vötschtechnik Nachheiz- und Aktivierungsofen besteht aus zwei Kammern. In einer Kammer herrscht während des Prozesses eine konstante Temperatur. Die andere Kammer hat zwei Temperaturzonen mit stark unterschiedlichen Temperaturen. Die Sensoren werden von der einen in die andere Temperaturzone gefahren.

Der Ofen verfügt über eine eigene Steuerung und ist in eine vollautomatische Produktionslinie integriert. Die Produktionslinie bringt mit einem Industrieroboter die Sensoren in den Ofen. Die Türen des Ofens, vier pro Kammer, sind pneumatisch angetrieben und das Öffnen bzw. Schließen wird per Input‐/Output‐Signal angefordert.

Wolfgang Paasch, Projektleiter Fertigung bei der Robert Bosch Fahrzeugelektrik Eisenach GmbH, fasst die Einbindung in die Produktionslinie zusammen: „Die vötschtechnik Öfen eignen sich gut für die Verarbeitung unserer kleinen Sensoren in großen Packungseinheiten und benötigen daher nur geringen Platzbedarf. Die Öfen fallen durch ihre Robustheit, die geringe Störanfälligkeit und die einmalige Wartung im Jahr positiv auf. Die Zusammenarbeit während der unterschiedlichen Projekte war gut und konstruktiv, Termine wurden stets eingehalten. Ein weiterer Ofen ist bereits für eine Kapazitätserweiterung in Planung.“

Der Vorgang

Der Roboter bringt die auf Trägerplatten gesteckten Sensoren direkt in die heiße linke Kammer des Ofens ein. Das Duroplast, quasi die Verpackung der Sensoren, wird bei hohen Temperaturen vernetzt. Beim Vernetzen wird die Struktur des Kunststoffs fertiggestellt. Dieser Vorgang dauert mehrere Stunden, in der die Temperatur vom Ofen stabil geregelt wird.

Sensoren, die diesen Prozess schon durchlaufen haben, werden in die kältere der beiden Temperaturzonen der rechten Kammer eingebracht. Der mehrmalige Wechsel in die jeweils andere Temperaturzone wird von der Steuerung der Produktionslinie angefordert und vom Ofen automatisch durchgeführt. Durch den schnellen Temperaturwechsel, heiß zu kalt bzw. kalt zu heiß, wird die thermische Belastung für den Sensor im Getriebe simuliert. Die Sensoren werden somit einem Belastungstest unter verschärften Bedingungen unterzogen. Nach Abschluss der Wärmebehandlung findet eine Funktionsprüfung statt. Nur Sensoren die diesen Test bestanden haben, werden in den Getrieben verbaut.

Die Sensoren

Im Automatikgetriebe werden drei Drehzahlsensoren verbaut: Einer misst die Motordrehzahl, ein zweiter die Drehzahl an einem Zahnkranz im Getriebe und ein dritter die abgehende Drehzahl am Getriebeausgang. Das Steuergerät des Fahrzeugs bekommt die Daten der Sensoren
und entscheidet auf dieser Basis, wann geschaltet wird.


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Ihr Ansprechpartner für diesen Artikel ist:

Reiner Wiesehöfer

Leiter Produktbereich Wärmetechnik

Tel.: +49 6408 84-6302
reiner.wiesehoefer@weiss-technik.com

Greizer Straße 41 - 49
35447 Reiskirchen-Lindenstruth
Germany

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