Krankenhaus

Reinluftsysteme für OP-Räume




Wie optimales Hygieneklima Patient & OP-Personal vor gefährlichen Keimen schützen kann

Auch wenn die Hygienestandards in OPs sehr gut sind, kann eine unzureichende Lufthygiene zu erheblichen Risiken führen. Patienten fürchten eine Infektion mit multiresistenten Keimen, die vor allem im Krankenhausumfeld ein zunehmendes Problem sind. Und auch Ärzte und OP-Personal sind durch den sogenannten chirurgischen Rauch gefährdet und können dadurch dauerhafte gesundheitliche Schäden erleiden. Doch mit den richtigen Reinluftsystemen lassen sich Arzt und Patient effektiv schützen.

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Spezifische Anforderungen

Die Reinluftqualität in OP-Räumen ist ein wichtiger Faktor für den Erfolg eines chirurgischen Eingriffs. Die hygienische Sicherheit hängt dabei maßgeblich von Luftpartikel-getragenen Keimen ab. Ihre Bedeutung lässt sich leicht veranschaulichen: Je weniger Partikel in der Luft, desto weniger Keime können sich darauf setzen, und desto weniger Infektionen können sie verursachen. Darüber hinaus ist es elementar, Patienten und OP-Personal vor chirurgischem Rauch zu schützen. Unsere Reinluftsysteme eignen sich für unterschiedlichste bauliche Rahmenbedingungen, hygienische Anforderungen und chirurgische Einsatzgebiete - damit Infektionsprävention und Arbeitsplatzsicherheit stets gewährleistet werden.

Normen & Richtlinien

Grundsätzlich gelten für OP-Säle strenge Vorschriften im Bezug auf:
  • Mikrobielle Luftreinheit der Zuluft
  • Partikelbelastung der Zuluft
  • Temperaturbereich
  • Relative Luftfeuchte
  • Luftgeschwindigkeit
  • CO2-Gehalt
     

Zuverlässige Systeme erfüllen zudem nationale und internationale Normen und Standards:

  • DIN 1946 T4
  • HTM 03-01
  • SNIP

 

Lösungen

OP-Reinluftdecken müssen höchste Anforderungen erfüllen, um Patienten und Personal ideal zu schützen. Deshalb bieten wir Ihnen maßgeschneiderte Reinluftsysteme mit Turbulenzarmer Verdrängungsströmung (TAV) aus einer Hand. Unser Ansatz ist naheliegend: Wir wollen die Partikelbelastung der Luft während der Operationen überwachen und die über die OP-Decke zugeführte Luft bedarfsgerecht anpassen. Das bedeutet: wenig Partikel: geringer Luftstrom, mehr Partikel: stärkerer Luftstrom. Das ist nicht nur gut für die Patienten, sondern schützt auch das OP-Personal besser vor den Gefahren des Chirurgischen Rauches. Darüber hinaus reduziert die bedarfsgerechte Luftführung die Schallbelastung und senkt die Energiekosten.

Unsere Reinluftlösungen passen sich an Ihre baulichen Anforderungen an:

Umluftdecken (ULA) werden vollständig in die Zwischendecke integriert und eignen sich auch für die Sanierung von Bestandsanlagen.

Filterflächendecken (FFA) sind häufig dann die beste Lösung, wenn die Klimageräte in einem angrenzenden Raum untergebracht sind.

Umluft-Wandmodule (UWM) sind speziell für den Einsatz in OP-Räumen mit ungenügendem Platz für Decken-Umluftmodule geeignet.

Umluftdecken

Funktionsweise
Die optimierte turbulenzarme Umluftdecke besteht aus einem Luftauslasselement, endständigen Schwebstofffiltern, einem Druckkorpus mit Schalldämpfern sowie Umluftmodulen. Um höchste Sicherheit bei optimaler Effizienz zu gewährleisten, mischt die ULA Raum- und Zuluft im Umluftmodul. Die Raumluft wird hierzu über das Umluftmodul angesaugt und mit der vom Klimagerät kommenden Zuluft gemischt. Die Mischluft wird in den oberhalb der Filter angeordneten Druckkorpus befördert. Von dort aus wird sie partikelgefiltert als Reinluft in den OP-Raum und den Rüstraum geleitet, wo sie einen Schutzbereich erzeugt.

Schutzbereich
Der Schutzbereich wird durch eine Turbulenzarme Verdrängungsströmung (TAV) erzeugt. Er umfasst das gesamte aseptische Umfeld des chirurgischen Eingriffs. Hierzu gehören auch Material- und Instrumententische sowie steril eingekleidete Personen. Damit sind Patient, OP-Team, Material und Instrumente optimal vor Partikeln und luftgetragenen Keimen geschützt. Die Größe des Schutzbereichs wird auf dem Fußboden gekennzeichnet.

Vorteile:

  • Optimaler Energieverbrauch
  • Reduzierung der vom Klimagerät kommenden Kanalquerschnitte
  • Luftmengenanpassung unabhängig von Klimagerät und Kanalsystem möglich
  • Mischung von Raum- und Zuluft im Umluftmodul, d.h. außerhalb des Deckenkorpus, und dadurch keine Temperaturunterschiede
  • Für Sanierung von Bestandsanlagen

 

OP-Filterflächendecke

Funktionsweise
Die OP-Filterflächendecke wird zu 100% mit Luft aus dem Klimagerät versorgt. Diese wird über das Kanalsystem in den oberhalb der Filter angeordneten Druckkorpus befördert. Von dort aus wird sie partikelgefiltert als Reinluft in den OP-Raum und den Rüstraum geleitet, wo sie einen Schutzbereich erzeugt.

Schutzbereich
Der Schutzbereich wird durch eine Turbulenzarme Verdrängungsströmung erzeugt. Er umfasst das gesamte aseptische Umfeld des chirurgischen Eingriffs. Hierzu gehören auch Material- und Instrumententische sowie steril eingekleidete Personen. Damit sind Patient, OP-Team, Material und Instrumente optimal vor luftgetragenen Partikeln und Keimen geschützt. Die Größe des Schutzbereichs wird auf dem Fußboden gekennzeichnet.

Ihre Vorteile:

  • Mischung von Zu- und Umluft direkt im Klimagerät
  • Messstutzen für Aufgabe und Messung des Prüfaerosols leicht zugänglich
  • Für geringe Zwischendeckenhöhen geeignet

 

 

 

Umluft-Wandmodul

Funktionsweise
Das Umluft-Wandmodul kann wahlweise vor der Wand, als integraler Bestandteil einer Leichtbauwand oder im Nebenraum aufgestellt werden. Die Umluft wird über Flusenabscheider direkt am Umluft-Wandmodul aus dem OP-Raum angesaugt, gefiltert, über Schalldämpfer geführt und optional gekühlt. Anschließend wird die Umluft vom Ventilator mit der vom Klimagerät kommenden Zuluft in den oberhalb der Filter angeordneten Druckkorpus der Filterflächendecke befördert.

Ihre Vorteile:

  • Reduzierter Schalldruckpegel bei Aufstellung im Nebenraum
  • Service- und Wartungsarbeiten von außerhalb des OPs durchführbar
  • Flusenabscheider gut zugänglich und für maschinelle Reinigung konzipiert
  • Einsatz eines Trockenkühlers optional möglich