Komplettlösungen
Wir liefern komplett automatisierte Geräte- und Anlagensysteme für Rein- und Trockenraumanwendungen, die regeltechnisch perfekt aufeinander abgestimmt sind.

Die Batteriezellenfertigung benötigt reine und extrem trockene Luft, um feuchteempfindliche Materialien wie z.B. Nickel und Lithium zu leistungsstarken, langlebigen Batteriezellen zu verarbeiten. Die trockene Umgebungsluft wurde bisher in großen Rein- und Trockenräumen mit entsprechend großen Luftmengen bereitgestellt. Dieser äußerst energieintensive Prozess benötigt bis zu 50% des gesamten Energiebedarfs der Batteriezellenfertigung.
Weiss Klimatechnik geht im Rahmen des QueEn Projektes einen völlig neuen Weg, um die Batteriezellenfertigung effizienter zu machen, Kosten zu senken und die Produktqualität zu sichern: innovatives Luftmanagement in Mini-Environments.
Die geforderte trockene Luft für die Batteriezellenfertigung hat extrem tiefe Taupunkte von aktuell -40 °C. Neue Materialien für Kathoden und Elektrolyt sind noch feuchteempfindlicher und fordern Taupunkte bis -60 °C und tiefer. Damit steigt der bereits jetzt hohe Energiebedarf für die Lufttrocknung weiter.
Die trockene Luft in den Rein- und Trockenräumen ist eine hohe körperliche Belastung für das Bedienpersonal. Gleichzeitig gehören Bediener zu den größten Kontaminationsquellen. Sie tragen Partikel und eine Feuchtelast von 90 bis 120 g/h je nach Aktivität in den Prozess ein.
Die hochpräzise Überwachung von Temperatur, Feuchte, Partikelgröße und -anzahl ist unerlässlich, um die optimale Funktionalität von Batteriezellen sicherzustellen. Immer höhere Anforderungen an Produktqualität und Lebensdauer erhöhen auch die Anforderungen an die Luftregulierung und Prozesssicherheit.
Hersteller von Batteriezellen müssen handeln: Der derzeitige energieintensive Herstellungsprozess ist nicht wirtschaftlich und stellt Industriestandorte in Deutschland und Europa vor enorme Herausforderungen. Die deutliche Senkung der Energiekosten für die Lufttrocknung ist eine sehr gute Möglichkeit, um die Wirtschaftlichkeit nachhaltig zu steigern.

Prozessnahe Mini-Environments mit innovativem Luftmanagement sind die Top-Innovation für die Batteriezellenfertigung. Als Einkapselungen der Produktionsumgebung schaffen sie kompakte, geschlossene und begrenzte Bereiche für kritische Prozesse. Sie ermöglichen, Luft im geforderten Trockenheits- und Reinheitsgrad bereitzustellen und exakt zu steuern. In der umgebenden Produktionshalle reichen dann moderate klimatische Bedingungen für sichere Fertigungsprozesse aus.

Bis zu 80 % weniger Energieverbrauch und -kosten
Reduzierter CO2 Footprint
Exakte Taupunktregelung am Point-of-Use
Höhere Produktqualität dank stabiler Taupunktbedingungen
Kein Feuchtigkeitseintrag durch Personal
Optimierter Schutz von Personal, Produkt und Prozess


Entscheidend für eine sichere gleichbleibende Prozessqualität in der Batteriezellenfertigung ist die Einhaltung der Klimaparameter. Dabei ist trockene Luft als Führungsgröße von besonderer Bedeutung. Sie wird über einen stabilen und konstanten Taupunkt erreicht, den wir mit unserem innovativem Luftmanagement sicherstellen.
Es ist zu beachten, dass der Wassergehalt in der Luft bei einem Taupunkt von -60 °C rund 1.700 mal kleiner ist, als bei einem Taupunkt von 17 °C. Auch der Partialdampfdruck ist dann deutlich niedriger, was die Kontrolle des Prozesses erschwert. Eine energetische und kostenseitige Herausforderung ist auch der Zuluftvolumenstrom, der mit sinkendem Taupunkt exponentiell zunimmt. Diese komplexen Anforderungen meistern wir mit neuen Ansätzen beim Anlagendesign, bei Materialauswahl, Sensorik, Steuerungs- und Regelungstechnik.

Für die extrem tiefen Taupunkte, die bei der Batteriezellenfertigung benötigt werden, reicht die herkömmliche Nassentfeuchtung (Kondensation) nicht aus. Wir erreichen die erforderlichen Taupunkte mit speziell entwickelten Adsorptionstrocknern.
Dabei wird Wasser chemisch an ein stark hygroskopisches Trockenmaterial, meist Silicagel, gebunden. Der zu trocknende Luftstrom strömt durch große poröse Oberfläche aus diesem Trockenmaterial und wird auf die erforderliche Taupunkttemperatur entfeuchtet. Im Gegenstrom wird die absorbierte Feuchte mittels heißer Regenerationsluft ausgetrieben. Damit lässt sich ein kontinuierlicher Entfeuchtungsprozess mit Taupunkttemperaturen bis -70 °C und tiefer realisieren und sicher beherrschen.
Unsere innovativen Mini-Environments haben im Proof-of-Concept bewiesen, dass sie technisch sicher funktionieren. Gerne beraten unsere Expertinnen und Experten Sie über eine maßgeschneiderte Lösung für Ihre Fertigung oder die Möglichkeit, eine Forschungs- oder Pilotanlage für Sie zu realisieren.
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